Das Prinzip des Loslassens

schon als Kind erfahre ich Verluste, Enttäuschungen, Herzensbrüche, zerplatze Träume. Jedes Mal mit einer solchen Erfahrung beginnt ein ganz natürlicher Trauerprozess.

Dieser Trauerprozess hat einen Sinn. Er soll mir dazu dienen, dass ich meine Gefühle fühle, solange, bis ich wieder bei mir, in meiner Mitte, in meiner vollständigen Liebe zu mir selbst und im Vertrauen darauf angekommen bin. Dieser Prozess ist ein natürlicher Prozess. Je nachdem, wie tief oder wie schmerzhaft sich die Erfahrung anfühlt, kann dieser Prozess kürzer oder länger andauern. Gelingt es mir diesem Prozess auf natürliche Weise zu folgen, endet dieser mit dem Loslassen. Ich lasse den Verlust, die Enttäuschung, den Herzensbruch los und damit auch den Schmerz, die Verletzung und auch die Menschen, die an dieser Situation beteiligt waren.

Loslassen bewirkt, dass keine Anhaftung mehr an diese Erfahrung besteht. Das wiederum hat zur Folge, dass diese Erfahrung keine Auswirkung mehr hat auf mein Leben in der Gegenwart. Ich bin frei von dieser Erfahrung. Diese hat keine Macht, keinen Einfluss darauf, wie mein Leben verläuft.

Lasse ich mich nicht auf diesen Trauerprozess ein, drücke meine Gefühle weg oder beende diesen Prozess nicht auf natürliche Weise bleibe ich in dem Verlust, in der Enttäuschung, im Herzensbruch, im zerplatzten Traum stecken und halte den Schmerz, die Verletzung fest. Dies beschwert mein Leben und führt dazu, dass ich all meine Erfahrungen in der Gegenwart nur in Abhängigkeit mit dieser Verletzung machen kann – nicht frei davon. Dies führt dazu, dass ich wieder und wieder Erfahrungen machen werde, die mich an diese „alte“ Verletzung, diesen „alten“ Schmerz erinnern. Auch dies hat wieder einen Sinn. Denn die Dynamik von Verletzung und Schmerz ist, dass diese heilen wollen. Dem kann ich nicht entkommen.

Es ist also nicht (nur) die Zeit, die alle Wunden heilt, sondern das loslassen. Loslassen ist ein natürlicher Prozess, der bewirkt, dass mein Leben leicht ist.

Jedes Mal, wenn ich wieder einen Schmerz nicht durchfühle, fügt sich dieser dem vorhandenen Schmerz hinzu, wird größer. Dadurch wird Traurigkeit, zu Wut, Groll, Ärger, Hass, Erschöpfung, Ohnmacht, Angst. Irgendwann habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht mehr weiß, was mit mir los ist und wo all das Zeug in mir her kommt. Ich werde selbst zu einem unsicheren Ort, von welchem Reaktionen ausgehen, die sehr unfreundlich sein können, obwohl ich das gar nicht will. Ich kann es einfach nicht kontrollieren.

Was mir bereits als Kind am besten hilft, um einen seelischen Schmerz durchzufühlen ist Trost. Sicherlich sind es auch Worte, die Trost geben können, doch sind diese nur der kleinere Teil. Trost beinhaltet Mitgefühl, Vertrauen und Geduld. Das schafft einen sicheren Raum für denjenigen der Trost braucht, um seinen Schmerz durchzufühlen. Energetisch halte ich auf diese Weise denjenigen, der Trost benötigt. Mit dem anderen zu fühlen ist eine Unterstützung für den anderen die bewirkt, dass die Gefühle schneller „durchgebracht“ werden können. Die Betonung liegt hier auf Mitgefühl nicht Mitleid. Mitleid bewirkt, dass ich am Schmerz festhalte, dass macht es für den anderen schwieriger, seine Gefühle durchzufühlen. Durch Mitleiden bewirke ich energetisch, dass ich die Gefühle des anderen festhalte. Es fühlt sich dann an, als würden beide im Leid versumpfen.

Oftmals haben es bereits schon Eltern, Großeltern und Urgroßeltern nicht mehr gelernt, ihre Gefühle zu fühlen und konnten es somit auch nicht lehren. Wie oft werden Erfahrungen einfach zerredet, gerade auch bei Jungs: „Nun, komm schon, hab dich nicht so! Sei ein Mann!“ oder es wird nicht genug Zeit dafür gegeben. Stress macht andere Dinge wichtiger. Durch das nicht fühlen schneide ich mich von meinen Gefühlen ab. Ich fühle mich selbst nicht mehr, ich verliere mich, suche Ablenkung in materiellen Dingen. Und so nehme ich nach und nach auch die Welt war: gefühlskalt, herzlos, unabhängig, verloren. Nichts auf der Welt kann mich wirklich noch berühren. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht.

Festhalten ist Leiden. Leiden und glücklich und erfolgreich sein schließen einander aus. Das ist wie Feuer und Wasser.

Wenn ich glücklich und erfolgreich leben will bin ich aufgefordert mein Leiden, unabhängig davon wo es her kommt aufzugeben – dieses loszulassen.

Das, was mich am meisten daran hindert, loszulassen, ist mein Verstand. Sein mächtigstes Werkzeug, welches er einsetzt ist „das Recht haben wollen“. Lieber damit Recht haben wollen, dass ich ungerecht oder unliebsam behandelt wurde als frei und glücklich zu leben. Lieber weiter an Stress und versagen glauben, mich nicht gut genug fühlen, als Erfolg und Lebensfreude zu haben In meinen Coachings erlebe ich immer wieder, dass die größte Hürde darin besteht, diese Falle zu überwinden.

Loslassen hat nichts mit fallen lassen zu tun. Dies ist ein weiteres Missverständnis in meinem Kopf, welches mich insbesondere daran hindert, mir Nahe stehende Menschen loszulassen, wie z. B. meine Kinder, den Partner, Geschwister, Eltern, beste Freunde oder auch den Job, das Haus usw.

Nimm einmal einen Stift in die Hand und halte ihn fest, so dass Deine Finger nach oben zeigen. Nun öffne langsam Deine Hand. Das ist loslassen. Was energetisch passiert, ist, dass wir dem, was wir loslassen die Freiheit schenken. Es darf sich frei und ungebunden von uns entwickeln. Es darf gehen oder bleiben. Wenn wir Menschen auf diese Weise loslassen, werden wir die Erfahrung machen, dass wir diese nicht verlieren, denn Freiheit ist das höchste Gut, welches wir einander schenken können. Loslassen ist ein Akt der Liebe, deshalb werde ich nichts verlieren, was ich wertschätze. Das Loslassen bewirkt, dass sich das, was ich loslasse weiterentwickeln kann. Wenn ich schmerzhafte Erfahrungen loslasse, werden diese vergehen, weil der Schmerz nicht wirklich ein Teil von mir ist.

In den Coachings werde ich immer wieder gefragt, wie das funktioniert mit dem Loslassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten loszulassen, wobei der grundlegendste Weg der ist, seine Gefühle vollständig zu fühlen bis man wieder in seinem inneren Frieden angekommen ist.

Die zweite Möglichkeit ist, ein Problem „energetisch“ an eine höhere Macht abzugeben, z. B. in die Hände Gottes oder an das höhere Bewusstsein, das Universum, an welche höhere Macht auch immer du glaubst. Wenn ich ein Problem auf diese Weise loslasse ist darauf zu achten, dass ich alle Gedanken die sich um dieses Problem drehen aufgebe mich also bewusst dafür entscheide nicht mehr über dieses Problem nachzudenken. Jegliche weitere Gedanken bewirken wieder Anhaftung und verhindern das abgeben.

Eine weitere Möglichkeit ist Annehmen/Akzeptieren. Indem ich das, was ich in meinem Leben erfahren habe akzeptiere, höre ich auf, mich darüber zu beklagen. Ich übernehme die Verantwortung für mein Leben Dies gibt mir die Möglichkeit Antworten im Sinne von Lösungen für meine Probleme zu erkennen.

Eine Möglichkeit des Loslassens, die ich persönlich favorisiere, gerade dann, wenn die Teilnehmer sich schwer tun, ihre Gefühle zu fühlen ist – wie bereits in meinem Beitrag über den Machtkampf beschrieben - die Kraft der Entscheidung. Dies ist eine sehr kraftvolle Methode, die sehr schnell heilsame Veränderungen in meinem Leben bewirken kann.

zum Blogbeitrag Machtkampf: https://www.psychologieverbindet.de/index.php?seite=63

zum Kommunikations- und Beziehungstraining: Powerful Mind (PM): 7 Schritte für Deinen Erfolg!
https://www.psychologieverbindet.de/index.php?seite=5

zu den Angeboten des Kommunikations- und Beziehungstrainings: PM: 7 Schritte für Deinen Erfolg!
https://www.psychologieverbindet.de/index.php?seite=7

zum VisionWorks for Life Kommunikations- und Beziehungstraining: Bewusste Elternkompetenz
https://www.psychologieverbindet.de/index.php?seite=18

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