Ostern; Verrat und Auferstehung

Die Botschaft von Ostern ist die Auferstehung, nicht die Kreuzigung. Der Verrat gehört dazu. Judas soll Jesus verraten haben. So ist es überliefert. Doch hat er das wirklich?

Die Botschaft von Ostern führt mich jedes Jahr zu neuen Erkenntnissen. In diesem Jahr wird mir bewusst, dass der Verrat zur Auferstehung dazu gehört. Bei der Auferstehung geht es für mich nicht nur um die Überwindung des Todes, wenn eines Tages hier mein Leben zu Ende sein wird. Für mich ist das Bild der Auferstehung ein Hinweis auf mein alltägliches Leben. Immer wieder kann ich mich entscheiden, will ich mich und andere kreuzigen, indem ich urteile, bewerte, vergleiche, jammere, klage, mich beschwere oder bin ich bereit durch das alles hindurch aufzuerstehen, für mich selbst einzustehen und meine Werte zu leben unabhängig davon, ob es andere tun. Meine wahren Werte zeigen mir den Weg zu meiner Bestimmung und zu meiner Lebensaufgabe. Bin ich bereit damit aufzuhören andere zu verurteilen und statt dessen für meine Wahrheit zu gehen oder schimpfe ich lieber weiter und finde Gründe, warum dies und das nicht möglich ist?

Die größte Befangenheit, die ich habe und die mich behindert für meine Werte und meine Wahrheit voranzugehen kommt aus der Vergangenheit, genauer gesagt aus meiner Kindheit. Hier erfahre ich Mangel vor allem an Liebe, Enttäuschungen, Konkurrenz, Niederlagen, Verrat, Herzensbrüche, Machtkämpfe, Streitereien, geplatzte Träume. Wir alle machen diese Erfahrungen. Es ist nicht möglich, ohne diese Erfahrungen aufzuwachsen. Durch diese lernen wir Liebe von Unliebe zu unterscheiden und zu erkennen, zu fühlen, was meine wahren Werte sind, was sich für mich wahr anfühlt.

Während meines frühen Entwicklungsweges, auf welchem ich lerne LIEBE von Unliebe zu unterscheiden bin ich bereits aufgefordert zwischen Kreuzigung und Auferstehung zu wählen. Jede Erfahrung, bei welcher ich die Kreuzigung wähle (indem ich andere oder mich selbst verurteile oder beschuldige) wird sich in verschiedenen Weisen so oft wiederholen, bis ich die Auferstehung wähle, die Ent-schuld-igung, die Vergebung, die Erlösung.

Ich werde also immer wieder Enttäuschungen oder auch Verrat erleben, damit ich aus den Situationen, die ich oft bereits vergessen habe, in denen ich mich oder andere ans Kreuz nagle auferstehen und damit die Erfüllung meiner Lebensaufgabe voranbringen kann.

Wir alle machen die Erfahrungen von Unliebe, die mit Angst einhergeht bereits in unserer Kindheit und Jugend. Mitunter scheint es so, dass es Menschen gibt, deren Erfahrungen mit der Unliebe härter oder schlimmer, grausamer sind als die Erfahrungen anderer Menschen. Nach außen mag das erstmal so aussehen. Was ich in den  Coachings bemerke ist, dass der gefühlte oder empfundene psychische Schmerz der gleiche ist. Manch einer glaubt an einer Ohrfeige zu Grunde gehen zu müssen und macht sein ganzes weiteres Leben davon abhängig, dass ihm das widerfahren ist. Andere wurden durch den Gebrauch abfälliger Bemerkungen  "runtergemacht" oder erniedrigt und hängen darin fest und wieder andere wurden mehrmals verprügelt. Das äußerliche Ausmaß, in welchem wir Unliebe erfahren zeigt meiner Meinung nach die Empfindlichkeit/Unempfindlichkeit der Seele. Bei manchen braucht es nicht viel, den Schmerz zu fühlen, der mit Unliebe einhergeht. Das eine macht das andere nicht besser oder schlechter. Dass es Menschen gibt, die prügeln rechtfertigt nicht, dass es Menschen gibt, die eben nur ab und an Mal eine Ohrfeige verteilen oder durch Worte beleidigen. Alles fühlt sich schmerzhaft, ungerechtfertigt, unverdient, unwahr an. All das passiert, weil in der Vergangenheit die Kreuzigung gewählt wurde statt der Auferstehung. Das ist es dann auch, was gelehrt wird: Die Kreuzigung zu wählen. Auch als Kind habe ich die Möglichkeit, immer wieder nach solchen Erfahrungen das Vertrauen und damit die Auferstehung zu wählen doch ist das schwierig, wenn ich als Kind genau das nicht gelehrt oder vorgelebt bekomme. Unliebe zu erfahren ist nicht wirklich  "schlimm". Es gehört zum Leben hier auf der Erde dazu. Schwierig wird es, wenn ich keinen Trost bekomme und nicht den "sicheren Raum" der notwendig ist, um diese Erfahrung durchzufühlen. Denn dieses durchfühlen ermöglicht es, mich immer wieder zur LIEBE, zur göttlichen Führung, zur Verbundenheit hin zu fühlen, aus welcher ich komme. Das ist die Auferstehung. Dann erkenne ich, dass derjenige durch den ich Unliebe erfahren habe leidet, weil er selbst noch unbewusst in einer Situation feststeckt, in welcher er selbst Unliebe erfahren hat und sich und andere dafür immer noch kreuzigt. Aus Mit-Leid wird Mitgefühl und das ist der Beginn der Transformation. Aus dem Mitgefühl heraus kann ich die Hilflosigkeit des anderen erkennen und vergeben. Gerade als Kind fällt es mir viel leichter die Auferstehung zu wählen, weil ich noch nicht so viele Wiederholungen erlebt habe. Wenn es mir hier als Kind gelingen würde die Auferstehung zu wählen, würde das auch für denjenigen, durch den ich Unliebe erfahren habe ein Schritt in diese Richtung bedeuten. Dazu braucht es Führung. Die Führung unserer Eltern, Großeltern, Lehrer.

Seit vielen Generationen ist diese Art von Führung gerade in unseren Breiten mehr und mehr in Vergessenheit geraten und wird nicht allzu oft gelehrt. Vielen unserer Eltern und Großeltern wurde vorgelebt die Kreuzigung und damit die Angst zu wählen. In diese Richtung wurden sie nicht geführt sondern erzogen. Natürlich haben unsere Eltern und Großeltern und auch die Generationen davor nur das Beste für ihre Kinder gewollt, genauso wie wir das heute wollen.

Doch sind Kreuzigung und Angst zu wählen wirklich das Beste? Kinder in diese Richtung zu ziehen fühlt sich oft sehr anstrengend an.

Je kleiner die Kinder sind um so stärker fühlen sie unbewusst, dass diese Richtung nicht stimmt. Am Verhalten der Kinder wird deutlich, ob die Eltern dem Leben vertrauen oder ob ihre Ängste und Sorgen größer sind. Dort wo die Eltern vertrauen fühlen sich die Kinder sicher und geborgen und vertrauen ebenfalls. Dort wo Angst und Sorgen größer sind haben auch die Kinder Angst, reagieren widerwillig, bockig ... genauso wie wir uns einst in diesen Situationen als Kinder verhalten hatten.

Viele unserer Erziehungsmethoden sollen dafür sorgen, dass wir unsere Kinder dorthin ziehen wo wir sie hin haben wollen: lieb, brav, artig, gute und fleißige Schüler zu sein ... Nicht immer funktioniert das, doch sehr oft schon. Ist das schlecht? Nein! Doch die Voraussetzung, dass ich lieb, brav, artig, gut, fleißig sein muss, um bestimmte Erwartungen oder Anforderungen erfüllen zu können ist der Glaube, dass ich auch etwas anderes sein könnte, also unlieb, unartig, böse, nicht gut genug... Davor so zu sein entwickle ich Angst, die ich (meistens) von meinen Eltern übernommen habe. Aus dieser Angst heraus tue ich dann alles um lieb, brav, artig usw. zu sein. Genau diese Angst ist die Kreuzigung und führt dazu, dass ich immer wieder Situationen erlebe, die mir beweisen, dass ich selbst oder andere versagt haben, also böse waren, nicht gut genug usw. Damit kreuzige ich mich und andere. Auferstehung wähle ich, indem ich bereit bin zu erkennen, dass Versagen - in welcher Form auch immer - nicht möglich ist. Es ist nur eine Idee in meinem Kopf. Es ist eine Vorstellung, die mich behindert, weil sie mich an etwas glauben lässt - über mich und andere - was nicht wahr ist. Diese Idee hindert mich daran, die Welt mit den Augen der LIEBE zu sehen. LIEBE sieht nur was LIEBE ist. Versagen ist eine Form von Unliebe und kann nur aus der Angst heraus gesehen werden, aus der Sicht der Kreuzigung heraus.

Viele der Situationen in welcher ich in der Vergangenheit die Kreuzigung gewählt habe und dies immer noch tue sind mir nicht bewusst. Jede einzelne Situation behindert mich im Bezug auf meine Lebensaufgabe, meinen Erfolg, meine Lebensfreude. Da meine Lebensaufgabe mein Ziel ist zudem ich immer wieder hingeführt werde braucht es die Bewusstwerdung dieser Situationen bzw. der "Dinge" die ich über mich und die Welt glaube (Glaubenssätze), die ein Irrtum sind. Diese Bewusstwerdung erlebe ich durch Menschen, die mich z. B. ent-täuschen oder auch ver-raten. Wie in meiner frühesten Kindheit sind dies häufig Menschen, die mir Nahe stehen, wie Eltern, Partner, Kinder, Geschwister, auch Vorgesetzte, Mitarbeiter, Kunden oder enge Freunde.

Um die Auferstehung wählen zu können braucht es die Erinnerung an den Schmerz, an den Irrtum. Um diese Erfahrung (Wiederholung) "behütet" durchleben zu können braucht es jemanden, der den Raum dafür sicher machen könnte. Wer wäre dafür besser geeignet als ein Freund, als eine Person, die mir Nahe steht, der ich vertraue? Weil mir dieser Zusammenhang nicht bewusst ist, reagiere ich auf den Angriff mit Gegenangriff, Verteidigung, Rückzug oder "Tod stellen". Ich investiere in die Negativität des Verrats, der Enttäuschung statt in die Unterstützung eines Freundes.

Damals war es Judas, der Jesus verraten hatte. Ohne diesen Verrat hätte Jesus seine Lebensaufgabe (hier im wahrsten Sinne des Wortes) nicht erfüllen können. Ich frage mich ob es wirklich Verrat war. Vielleicht waren die Worte von Jesus (du, der du mit mir das Brot brichst, wirst mich verraten) eine Aufforderung, eine Bitte um Unterstützung. Jesus wollte niemanden benennen sondern das Gruppenbewusstsein denjenigen auswählen lassen, dessen Freundschaft am stärksten dafür geeignet schien, diesen Verrat aus einem Akt der LIEBE heraus zu begehen. Denn nur LIEBE vermag einen Raum sicher zu machen. Dafür, dass der Verrat so erfolgt ist wie es für Jesus notwendig war um seine Lebensaufgabe zu erfüllen brauchte es meiner Meinung nach einen Freund als Verbündeten. Nicht der Verrat machte die Erfüllung der Lebensaufgabe möglich sondern die LIEBE, das Vertrauen, das Wissen darum, dass es einfach nicht möglich ist, den Sohn GOTTES zu verraten.

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