Ist deine Arbeit, also dein Job, den du tust dein Freund
oder dein Feind?

 

Eine irrisinnige Frage, meinst Du vielleicht? Ich bin auf diese Frage 

gekommen, weil ich oft höre, dass Leute sich von ihrer Arbeit

gestresst oder sich überfordert fühlen weil sie einfach zuviel

Arbeit haben und oft das Gefühl damit einhergeht, die Arbeit nicht

zu schaffen oder mit dieser nicht fertig zu werden. Ich selber war

auch schon in solch einer Situation. Vielleicht kennst Du das Gefühl,

"Stapelarbeit" zu erledigen? Während ich damit kämpfe, einen

Stapel abzubauen, baut sich fast in gleichem Maße ein anderer auf.

Genau das ist mir passiert und ich kam auf die "irrsinnige" Idee,

dass ich einfach zu langsam bin und nur schneller und zügiger arbeiten

müsste, damit die Stapel verschwinden. Ich musste hier die Erfahrung

machen, dass das keine gute Idee war, nicht nur dass sich unnötige

Fehler einschlichen, für die ich mich schuldig fühlte, auch Überforderung

und Erschöpfung waren die Folge.

 

Mir sind hier folgende Zusammenhänge (Dynamiken) bewusst

geworden:

 

1) Solange ich einen Job habe und arbeiten will, ist es nicht

möglich mit der Arbeit fertig zu werden. Wenn ich mit meiner

Arbeit tatsächlich fertig werden würde, hätte ich ja nichts mehr 

zu tun und das ist nicht das, was ich wirklich will. Es ist also nicht

möglich dieses Ziel zu erreichen, es sei denn ich stehe "kurz vor

der Rente" oder vor einem Arbeitsplatzwechsel.

 

2) Je schneller und zügiger ich arbeite, umso mehr Arbeit bekomme

ich. Das war eine interessante Beobachtung. Mir wurde bald bewusst

wie das zusammen hängt und wo ich im Irrtum war.

Wenn ich schneller und zügiger arbeite sende ich unbewusst das

Signal aus: "Ich habe freie Kapazitäten! Ich kann noch viel mehr

arbeiten! Arbeit komm zu mir, hier geht noch was!" Spannend oder? 

Denn genau das wollte ich ja eigentlich nicht. Je schneller ich also

"vorn" arbeite umso mehr Arbeit rückt "hinten" nach. Noch spannender

war es für mich zu bemerken, dass die Arbeit, die "nachrückte" nicht

die Arbeit war, die ich tun wollte, die mir Spaß machte, die meine

eigentliche Tätigkeit erfüllen sollte. Im Gegenteil, es waren Aufgaben,

die mich eher nervten, weil es Probleme waren, mit denen ich nicht

gerechnet hatte. Heute weiß ich, dass diese Aufgaben die perfekten

Zeitfüller bzw. Zeitverbrenner waren, die ich wieder wunderbar dazu

benutzen konnte mich erneut anzutreiben und mit einem unbefriedigendem

Gefühl nach hause zu gehen. Meine Arbeit zu schaffen indem ich also

immer schneller werde sorgt nicht nur dafür, dass ich immer mehr

Arbeit bekomme sondern, dass die "Problemfälle" sich häufen, denn

das sind die besten Zeitfresser.

 

Eine wichtige Entscheidung für mich, um diese Situation zu lösen war,

meine Arbeitszeiten einzuhalten also keine Überstunden mehr zu machen.

Mit dem, was ich an einem Tag nicht zu Ende bringen konnte, begann ich

am nächsten Tag. Es war eine große Herausforderung für mich und ich

musste einige "Gewohnheiten" dafür aufgeben und mich ganz schön

disziplinieren. Obwohl es eine Weile dauerte brachte mir dieser Schritt

eine erhebliche Erleichterung und die Stapel wurden schon mal kleiner.

 

Die wirkliche Lösung brachte mir eine andere Sichtweise. Hier geht es

tatsächlich um die Frage: Sehe ich meine Arbeit als meinen Freund oder

meinen Feind? Denn es gibt zwei Möglichkeiten, wie ich meinen Arbeitstag

angehen kann:

 

1) Ich habe den optimalen Plan für den Tag und stürze mich auf und in meine Arbeit.

Die Erfahrung die ich dabei gemacht habe ist, dass ich dann auf jeden Fall

in meiner Arbeit - also bei dem, von dem ich glaube, dass es gerade wichtig

ist das zu tun - gestört werde und das nicht nur einmal. Beim ersten Mal

reagiere ich vielleicht noch nett und freundlich doch bei der dritten oder vierten 

Störung, wenn ich merke, dass ich gar nicht so vorankomme, wie ich es erhofft

hatte, reagiere ich schon genervter, aggressiver. Nach jeder "Störung" widme 

ich mich wieder meiner Aufgabe. Wenn ich "Glück" habe lassen die Störungen

den ganzen Tag nicht nach und am Ende des Tages gehe ich mit dem Gefühl nach hause,

nicht wirklich etwas geschafft zu haben. Hier fühlt es sich wirklich so an, als

wäre die Arbeit mein Feind. Als hätte sich die Welt gegen mich verschworen.

 

Ich selbst habe lange so gekämpft, bis folgender Gedanke in mir auftauchte.

Es hat einen Sinn, dass ich gestört werde! Vielleicht ist die Aufgabe, die ich gerade

erledige und von der ich zwar überzeugt bin, dass diese gerade jetzt ganz wichtig

ist gar nicht die, die als erstes zu erledigen dran ist? Mit diesem Gedanken zeigte

sich für mich eine zweite Möglichkeit wie ich meinen Arbeitstag angehen kann

und dabei meine Arbeit als Freund betrachte.

 

2) Ich lass die Arbeit auf mich zukommen! So arbeite ich heute. Ich verbinde

mich mit der Arbeit. Klar habe ich am Anfang des Arbeitstages eine Idee, womit 

ich gern beginnen würde doch bin ich nicht stur darin. Ich bleibe neugierig und 

offen. Jede Aufgabe, die an mich herangetragen wird und zu meinem Arbeitsgebiet

gehört ist genau so wichtig, wie jede andere. Was ich dabei bemerke ist, dass

es Aufgaben gibt, die sofort erledigt werden wollen und andere, die sich einfach

einordnen. Diese Art zu arbeiten schenkt mir ein großes Maß an Freiheit und

Gelassenheit. Es gibt für mich keinen Grund mehr, mich gestört zu fühlen oder

anderen gegenüber genervt zu reagieren. Am Ende des Arbeitstages habe ich

einen pünktlichen Feierabend und gehe mit dem sicheren Gefühl nach Hause 

alles erledigt zu haben, was zu erledigen war. 

 

Ja, ich musste viel Umdenken und es braucht ein hohes Maß an Vertrauen

doch kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen: Es lohnt sich! es lohnt sich

wirklich!

 

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