20.04.2018 Zulassen, dass du geliebt bist (erfolgbringender Gedanke)

Wenn jemand mit mir unliebsam umgeht glaube ich sofort, dass er mich nicht liebt, er mich für nicht liebenswert hält, irgendetwas an mir nicht liebenswert ist. Dies beginnt bei den Eltern, setzt sich fort mit Geschwistern, Erziehern, Lehrern, Mitschülern, Kollegen, Vorgesetzten usw. Wenn wir diese Erfahrung machen, "schnappen" wir oft ein, werden nachtragend und manchmal dauert es Jahre, bis wir damit aufhören.

Bei der Gabe "Zulassen, dass ich geliebt bin" geht es darum, zu erlauben, dass der andere mich dennoch liebt, dass ich dennoch von ihm geliebt bin, auch wenn er gerade mit mir zankt, schimpft, stenkert oder auf eine andere Weise garstig erscheint.

Bei einem Coaching in dieser Woche erzählte mir ein Teilnehmer, dass sein Vater ihn nicht geliebt hat. Er war felsenfest davon überzeugt. Sein Vater hat ihn nicht geliebt, weil er gefühlt nie da war, sich immer irgendwie auch aus der Erziehung der Kinder schien rauszuhalten. Der Schmerz, den ich darunter fühlte schien rießig zu sein. In seinem heutigen Leben wird dieser Schmerz darin offensichtlich, dass er nur kurze Partnerschaften lebt, weil es ihm schwer fällt, sich einzubringen. Aus Angst etwas falsch zu machen hält er sich lieber zurück. Er verhält sich wie sein Vater damals, obwohl er so gar nicht werden wollte. Doch das ist ja, was das kämpfen gegen Urteile bewirkt. Ich werde zu dem, was ich verurteile.

In unserem Heilungsprozess zeigte sich, dass die zurückhaltende Art des Vaters, seine Art war, zu zeigen, dass er ihn und auch seine anderen Kinder liebt. Die Mutter des Teilnehmers hat viel mit ihm "gemeckert". Der Vater wollte das nicht auch noch machen. Er wollte nicht, dass in der Familie noch mehr "gemeckert" wird.

Sicher, was der Teilnehmer sich als Kind gewünscht hatte war, dass sein Vater ihn beschützt (vor dem "Gemeckere" der Mutter). Das konnte er nicht. Das konnte er nicht aufgrund seiner Erfahrungen, die ähnlich waren. Das, was der Vater als kleines Kind erlebt hatte, war ein enormes Ausmaß an Zurückweisung und Demütigung. Aus dieser Erfahrung heraus hat er entschieden, dass es besser ist sich rauszuhalten anstatt sich und seine Gaben einzubringen.

Der Vater hat sein Bestes gegeben. Er hat getan, was aus seiner Sicht das Beste für die Familie war. Sein sich zurück, sich rauszuhalten "nicht da zu sein" war seine Art und Weise, Liebe zu zeigen. 

Als dem Teilnehmer das alles bewusst wurde, gingen ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Augen auf und er wurde sehend und verstehend. Der Schmerz brach auf, sein Herz öffnete sich und wir beide konnten die ganze Liebe seines Vaters fühlen. Er war bereit, all diese Liebe zu empfangen. Dadurch ließ er es zu, von seinem Vater geliebt zu sein. Der Schmerz wurde leichter und leichter und leichter. Wir sind dabei noch durch die eigenen Schuldgefühle durchgegangen, bis sein Herz so mit Freude und Leichtigkeit erfüllt war, dass er seinen Schmerz loslassen, aufgeben konnte.

Er hatte geglaubt, dass sein Vater sich zurück gehalten hat, weil er ihn nicht geliebt hat. Das ganze Gegenteil war der Fall. Es war ein Irrtum.

Wenn dir jemand jetzt seine Liebe geben will, der irgendwann in der Vergangenheit dir Mal gezeigt hat, dass er dich nicht geliebt hat, wie sehr bist du bereit, diese Liebe voll und ganz anzunehmen und der Situation von damals zu vergeben? Jedesmal, wenn du eine vergangene Situation benutzt um LIEBE nicht anzunehmen, an der LIEBE zu zweifeln, lässt du nicht zu, dass du geliebt bist.

Jedesmal, wenn du Gegenangriff oder Verteidigung wählst, lässt du nicht zu, dass du geliebt bist.

Jedesmal, wenn du jemandem eine Freude machst und dessen Dank oder dessen "zurück geben" nicht annimmst (z. B. aus unwahrer Bescheidenheit heraus) lässt du nicht zu, dass du geliebt bist.

Die abgelegte Ritterrüstung zeigt, dass es Wehrlosigkeit braucht um zuzulassen, geliebt zu sein, um zu erlauben, mich zu lieben.

 

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