08.04.2018 Forderungen (erfolgabwehrender Gedanke)

Das Gegenteil von einer Forderung ist die Bitte oder der Wunsch. Der Unterschied ist auch hier wieder der Freiheitsgedanke. Eine Bitte oder ein Wunsch lässt den anderen frei, dies zu erfüllen. Er hat die Wahl. Eine Forderung lässt diese Wahl nicht zu.

Die Falle hier besteht darin, dass es nicht ausreicht das Wort „Forderung“ anders zu verpacken also dieses Wort mit Ich bitte dich … oder ich wünsche mir von dir… zu ersetzen.

In den Coachings höre ich oft: Ich habe ihn gebeten, dass zu tun oder damit aufzuhören… Wenn es um die Erziehung von Kindern geht wird dann zum Beispiel so kommuniziert, dass man ihnen sagt: „Ich wünsche mir von dir…“ oder „Dass, was ich mir von dir wünsche ist …“. Das ist ein „netter Versuch“, eine „nette Verpackung“. Ob deine Kommunikation eine Bitte/ein Wunsch war oder eine Forderung ist, erkennst du daran, ob sich dein Verhalten gegenüber demjenigen, der die Bitte/den Wunsch nicht erfüllt bei Nichterfüllung verändert. Reagierst du enttäuscht, verärgert oder mit einer Form von „Liebesentzug“ z. B. dickschen, genervt oder eingeschnappt sein, ist das ein Zeichen dafür, dass es eine Forderung war, die du kommuniziert hast, denn du hast den anderen nicht frei gelassen.

Es sind mehrere Dinge, die hier passieren. Eines davon ist, dass ich selbst nicht aufrichtig bin. Ich „sage“ etwas anderes als ich meine. Gerade Kinder sind hier sehr feinfühlig und verlieren schnell die Orientierung. Ich sage: „Du kannst…“ doch ich meine „du sollst“ oder „mach einfach“! Was hier „rüber kommt“, was ich lehre, ist Unaufrichtigkeit.

Das andere, was passiert ist, dass ich aus mir etwas mache, was ich nicht bin. Schau dir das Bild an. Es beschreibt sehr gut die Energie der Forderung, die bei dem anderen ankommt. Willst du so sein? Das ist der Selbstangriff. Forderungen erniedrigen den anderen. Das ist der Angriff auf ihn.
Darunter, dass ich Forderungen stelle liegt ein Schmerz. Ich stelle Forderungen nicht, weil ich „böse“ bin, sondern weil ich glaube – aufgrund meiner Erfahrungen – dass die Erfüllung meiner Forderung die bestmögliche Lösung für die Beziehung, für die Familie, für die Firma, für das Problem ist. Das redet mir mein Verstand ein. Wenn das wahr wäre, würden alle die gleichen Erfahrungen machen. Meine Forderung wäre dann „Wahrheit“. Jeder würde das erkennen. Niemand wäre im Widerstand dazu. Doch so ist es nicht. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen. Deshalb muss das, was ich als „gut und richtig“ ansehe für den anderen nicht so sein. Dies wiederum zeigt, dass mich mein „Denken über den Verstand“ wieder in die Irre leitet. Denn es geht mir gar nicht um die bestmögliche Lösung für die Beziehung sondern um die bestmögliche Lösung für mich, damit ich nicht mit meinem Schmerz konfrontiert werde. Wie es dem anderen damit geht interessiert mich nicht wirklich. Das ist Egoismus. Deshalb ist „Forderung“ eine Falle, ein Instrument des Egos/der Angst anstatt der LIEBE. Klar sagt mir mein Verstand, dass ich den anderen – gerade meine Kinder – vor diesem Schmerz oder einer solchen oder ähnlichen Erfahrung bewahren möchte. Das tue ich, weil ich glaube, dass meine Erfahrungen wahr sind. Wenn das so wäre, wären auch meine Forderungen Wahrheit (also wahrhaftige Lösungen) und würden nicht auf Nichterfüllung stoßen.

Das erste, was es u verstehen gilt, wenn meine Forderung nicht erfüllt wird ist zu erkennen, dass diese nicht die Lösung bzw. nicht die WAHRHEIT ist für die Beziehung oder das Problem. Der nächste Schritt ist, mir der Sorgen und Befürchtungen bewusst zu werden, aus denen heraus es mir so wichtig ist, dass meine Forderungen erfüllt werden. Diese sind es, die nicht wahr sind. Diese gilt es aufzugeben, mit diesen gilt es Unrecht zu haben. Diese sind es, die mich selbst gefangen nehmen und mich zu etwas werden lassen, was ich nicht bin (siehe das Bild). Alle meine Sorgen, Ängste und Befürchtungen sind meine Widerstände, die universelle, göttliche LIEBE durch mich fließen zu lassen und bewirken, dass ich kontrolliere anstatt zu vertrauen. Ein solches Kontrollinstrument sind meine Forderungen. Meine Forderungen sind ein Ausdruck von „Ich will Recht haben!“ Das, womit ich Recht haben möchte, sind meine Erfahrungen, meine Urteile, meine Ängste, Sorgen und Befürchtungen. Das kontrolliere ich. Es gibt nur eine Möglichkeit zu erfahren, dass ich mit all dem „Recht habe“ – nämlich, genau das, wovor mich meine Kontrollmechanismen schützen sollen – immer wieder zu erfahren, entweder selbst oder ich beobachte diese Erfahrungen bei anderen.

Es sind also meine eigenen Kontroll- und Schutzmechanismen die dazu führen, dass ich immer wieder das erfahre, wovor mich diese schützen sollten. 
Sei bereit, mit deinen Ängsten, Sorgen und Befürchtungen, die unter deinen Forderungen liegen Unrecht zu haben und wähle die WAHRHEIT. Wähle die LIEBE, wähle das Vertrauen in die göttliche Führung anstatt zu kontrollieren.

 

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