05.04.2018 / 06.04.2018 Kompensation (erfolgabwehrender Gedanke)

Kompensation: Kompensation steht für ersetzen, für "Ersatzbefriedigung". Hier geht es nicht (nur) um den sexuellen Bereich.

Es gibt viele Ausdrucksmöglichkeiten von Kompensation: beliebt sind zum Beispiel Zeitkiller wie Fernsehen, Surfen im Internet, Computerspiele, auch Hobbys, vor allem Extremsportarten. Auf der körperlichen, gesundheitlich einschränkenden Ebene sind es u. a. Süchte und Zwänge.

Die beliebteste Ausdrucksform von Kompensation ist "beschäftigt sein". Da gibt es viele Möglichkeiten: arbeiten, Haushalt, Kinder, Studium, vielleicht noch ein Nebenjob oder Studium... oder auch ein Haus zu bauen...

Was kompensiert wird ist Schmerz. Die Falle ist, dass ich durch Kompensation Schmerz betäube anstatt diesen zu heilen.

Der EGO-Verstand "verkauft" mir Kompensation als "Schutzmechanismus". Das ist eine böse Falle, die uns in so manches Hamsterrad bringt.

Wenn ich geboren werde - als Baby sozusagen - bin ich "reine LIEBE". Gleich nach meiner Geburt fange ich an Erfahrungen zu machen, Erfahrungen, in denen es sich so anfühlt, als wäre LIEBE abwesend. Hier fange ich an Entscheidungen und Urteile über mich selbst festzulegen. Ich fange an, mich selbst, andere, die Welt anzugreifen. Unwahre Glaubenssätze entstehen, wie z. B. "Ich bin nicht gut genug." oder "Ich bin zu schwach..."

Mit diesen Angriffen, Urteilen tue ich mir weh, mache ich etwas aus mir, was ich nicht bin: etwas was nicht mehr "reine LIEBE" ist, eben LIEBE in unreiner Form: Angst. Das alles sind negative Selbstkonzepte, die dazu führen, dass ich das, was ich wirklich bin, nämlich LIEBE nicht mehr fühlen kann. 

Doch das, was ich aus mir gemacht habe, das Schmerzhafte, der Versager, Nichtsnutz oder die Schwache, Wertlose..., will ich auch nicht fühlen und auch nicht sein. Um all diesen Schmerz nicht zu fühlen, um der Welt zu beweisen, dass ich nicht so bin, wie ich glaube zu sein, dient mir Kompensation. Kompensation sind positive Selbstkonzepte, die meine negativen Selbstkonzepte verbergen sollen. 

Kompensation ist kein Schutzmechanismus sondern ein Kontrollmechanismus. 

Nehmen wir an, ich benutze "Coolness", also ""cool" zu sein, um aus mir etwas wertvolles zu machen, weil ich glaube wertlos zu sein. Dann ist der stiftende (also zugrunde liegende Gedanke, aus dem heraus ich handle) der, dass ich glaube wertlos zu sein. Das ist es, womit ich wirklich Recht haben möchte! Schließlich habe ich das ja erfahren, also muss es wahr sein! Da kann nicht eben Mal so eine Silvia kommen und mir etwas anderes erzählen (weiß machen) wollen, vielleicht noch, dass ich wertvoll bin und es Wertlosigkeit gar nicht gibt ;-) (kleiner Scherz am Rande)

Also, wo war ich, ach ja, ich muss Recht haben: Obwohl ich also gar nicht wertlos sein möchte und der Welt auch etwas anderes beweisen möchte geht alle Energie, all mein Tun aus den positiven Selbstkonzepten, also der Kompensation heraus in den Beweis, dass ich mit meinem Glaubenssatz/Urteil (hier: ich bin wertlos) Recht behalte. Das ist es, was ich immer wieder erfahren werde,  solange ich in "Coolness" investiere. Dass, was ich tue, um cool zu sein, muss nicht wirklich "falsch" sein, doch da der zugrundeliegende (der stiftende) Gedanke ein Angriffsgedanke ist, ist alles, was ich daheraus tue ein Angriff und kommt als Angriff zu mir zurück. Dass, was ich aus der Kompensation heraus tue, tue ich nicht aus LIEBE sondern aus Angst (hier: Angst davor, wertlos zu sein). Dadurch wird mein Tun zur Aufopferung anstatt zur Hingabe. Hier wird die Dynamik von Hamsterrädern deutlich und dass diese aus unwahren stiftenden Gedanken entstehen. Deshalb kann ich auch immer wieder nur erfahren, was nicht wahr ist. 

Bereits beim Schreiben merke ich, wie anstrengend es ist, dieses Gedankenkonstrukt "aufrecht zu erhalten". Vielleicht geht es dir beim Lesen auch so. Das zeigt eine weitere Dynamik: Solche Gedankenkonstrukte aufrecht zu erhalten, mit diesen Recht haben zu wollen ist anstrengend. Je länger ich kompensiere, um so anstrengender wird es für mich. 

Ein Hinweis darauf, wo du in Kompensation feststeckst gibt dir all dein "muss" und "sollte" im Leben. Überall dort, wo du glaubst, etwas tun zu "müssen" oder glaubst du "solltest" etwas (anderes) tun, machst du dir Druck, treibst dich an, verbiegst du dich. Aus Angriff kann nur wieder Angriff entstehen, deshalb wirst du für all dein "muss" kaum bzw. nur sehr wenig Dankbarkeit erfahren. "Muss" geht in Richtung Aufopferung. 

Aufopferung - darauf habe ich schon mehrfach hingewiesen - ist keine LIEBE sondern bewirkt, dass derjenige, für den ich mich aufopfere schwächer wird. Das will niemand! Dafür ist niemand dankbar es sei denn, auch derjenige hat das Gefühl, dass er dankbar sein "muss" oder "sollte".

Was ist nun die Lösung? Dass, was mir Lebendigkeit schenkt, ist, meine Gefühle und Emotionen zu fühlen. Die Betonung liegt hier wirklich auf dem Fühlen. Dies geht nur mit dem Herzen. Der EGO-Verstand verwechselt fühlen mit ausagieren.

Meine Gefühle zu fühlen bringt mir Lebendigkeit, es nicht zu tun bringt "Totheit", führt dazu, dass ich mich von mir selbst abschneide. Ich verliere mich selbst, hab keine Ahnung mehr, wer ich wirklich bin.

Wenn ich wieder damit beginne zu fühlen, mich wahrzunehmen komme ich schnell mit schmerzhaften Gefühlen in Kontakt. Das ist genau dass, wovor mich Kompensation schützen soll. Doch genau das ist der Weg zurück zu mir. Wenn ich bereit bin zu fühlen, öffne ich mein Herz und ich öffne mich für die "leise" Stimme in mir: Die Stimme meines Herzens, die Stimme des "geheilten Geistes". Dies ist die Stimme, die mich wahrhaftig führen wird. Diese Stimme erzählt mir die Wahrheit über mich, was es wirklich für mich zu tun gilt ... 

Das Bild auf unserer Tageskarte lässt viele Interpretationen zu. Das erste, was mir in den Sinn kam ist, dass der Jüngling im Vordergrund schon bis zu den Knöcheln in "Problemen" steckt doch er schaufelt weiter. Schaufelt er sein Grab? 

Das ist die Energie von Kompensation. Diese sind anstrengend und doch machen wir oft weiter und weiter und weiter. Wir bemerken dabei nicht, dass wir uns selbst tiefer und tiefer in "Dunkelheit" verirren, mag die Absicht auch positiv sein. Oft bleibt das, worum es wirklich geht, nämlich die zwischenmenschliche Beziehung auf der Strecke. Im Hintergrund sieht man die Partnerin des Jünglings. Sie macht nicht gerade den Eindruck, dass sie glücklich ist. Das scheint der Jüngling nicht zu sehen. Er sieht weg, ist mit "graben" beschäftigt. Das ist die Energie von "beschäftigt sein". Wir tun viel, doch oft nicht das, worum es wirklich geht. Das türkische hierbei ist, dass wir oft nicht hinsehen wollen, weil wir Verlustangst haben. Wenn ich über meine Gefühle oder Probleme rede, mich öffne, zeige wer oder wie ich wirklich bin, könnte ich meinen Partner verletzen, enttäuschen oder verlieren. Ja! Das kann passieren. Doch es ist egoistisch, den Partner "hängen" zu lassen, (nur) weil ich Angst habe. Hier nehme ich meinen Schmerz wichtiger als die Partnerschaft. Am Ende wird dieses Vermeidungsverhalten dazu führen, dass ich meinen Partner verliere. Vielleicht trennen wir uns nicht auf der körperlichen Ebene doch emotional. Wir haben uns nichts mehr zu sagen. Vielleicht bleiben wir zusammen wegen der Kinder oder materieller Werte doch emotional haben wir uns verloren, sind weit voneinander entfernt. Vielleicht werden wir, wenn wir miteinander reden, uns einander zu wenden, unsere Angst überwinden und Nähe zulassen erkennen, dass unsere Partnerschaft nicht die Wahrheit ist. Doch wenn das passiert, werden wir dies in Verbundenheit erfahren und eine tiefe Freundschaft wird entstehen, die auf Vertrauen, Wertschätzung und Unterstützung beruht.

Meistens bewirkt Zuwendung, miteinander zu sein, einander zu sehen, dass die Partnerschaft wieder zum Erblühen kommt. Wir sind bereit für die nächste Verliebtheitsphase. ;-)

Das ist auch das, was es für den Jüngling auf der Karte zu tun gilt, seine Partnerschaft wieder zum Erblühen zu bringen anstatt deren "Grab" zu schaufeln.

Gerade dann, wenn in junge Familien Kinder hineingeboren werden und die Partnerschaft noch relativ "frisch" ist, ist es sehr beliebt, sich in das "beschäftigt sein" zu verlieren. Es stehen viele neue Aufgaben an: Windeln wechseln, stillen, die Versorgung ist sehr stark auf das Kind/die Kinder ausgerichtet, so manche Nacht wird nicht genug geschlafen... Man kommt schnell mit Gefühlen von Überforderung und Unzulänglichkeit in Kontakt. Und dann noch Zeit und Verständnis für den Partner? Wie soll das gehen? Die Kinder wachsen heran, wollen beschäftigt sein, man fährt sie dahin und dorthin, versucht über materielle Werte, Haus, Wohnung, Kinderzimmer, Ordnung und Sauberkeit deren Versorgung sicher zu stellen. Der Partner/die Partnerschaft leidet oft darunter. Die Kinder scheinen wichtiger zu sein, an erster Stelle zu stehen.

Der eigentliche Zweck, wozu all das dienen soll, was oben aufgezählt ist, ist, den Kindern einen sicheren Raum zu geben, in welchem sie geborgen aufwachsen können. Doch wie sollen sie das, wenn die Partnerschaft der Eltern (auch wenn sie nur mit einem Elternteil aufwachsen) und die Partnerschaft des Elternteils mit dem sie aufwachsen unsicher ist, geprägt von Unzufriedenheit, Überforderung, genervt sein, Unverständnis? Was werden sie lernen? Wie glücklich werden sie sich fühlen?

Gerade Frauen neigen dazu, ihre Kinder an die erste Stelle zu stellen. Das ist eine große Falle. Energetisch stehen die Kinder vor uns. Sie sind mit uns auf einer Ebene. Den ersten Platz an meiner Seite hat immer mein Lebenspartner. Aus dieser Beziehung lernen die Kinder wie man mit Partnern umgeht und wie man Partnerschaft bzw. Beziehung lebt. Was sie lernen, zeigen sie mir.

Dies beschreibt die Anwendung des ersten powerful mind Erfolgsprinzipis: Das Prinzip des geheilten Geistes, anstatt sich vom Verstand beherrschen zu lassen.

Beginne damit, dort wo du im "muss" feststeckst, die Anstrengung oder Angst zu fühlen, zu fühlen, was diese mit dir macht und wozu diese dich macht. Willst du wirklich so sein?

Beim Fühlen ist es hilfreich, um Unterstützung zu bitten. Verbinde dich mit dem Himmel, einem geistigen Führer oder einem anderen Menschen, z. B. deinem Partner. Miteinander zu fühlen ist das, was es in einer Partnerschaft zu lernen gilt. Das bringt wahrhaft es Verstehen, Nähe und Verbundenheit. Miteinander zu fühlen ist ein effektiver, zeitsparender Weg, Konflikte in einer Beziehung zu lösen.

 

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