04.04.2018 Verschmelzung (erfolgabwehrender Gedanke)

Dies ist die Energie von Fusion, unwahrer Verbundenheit oder auch Co-Abhängigkeit. 

Der Unterschied zwischen wahrer und unwahrer Verbundenheit ist folgender:

Bei der wahren Verbundenheit sind wir über die LIEBE verbunden, über die Freude. Wir vertrauen einander. Dieses Vertrauen schenkt uns Freiheit.

Bei der unwahren Verbundenheit sind wir über den Schmerz verbunden. Wir leiden miteinander, machen uns Sorgen, haben Verlust- oder Versagensangst. Diese Angst bringt uns in die Fusion und macht uns voneinander abhängig.


Verschmelzung zeigt sich verstärkt in sehr innig scheinenden Lebenspartnerschaften und Eltern- Kind- Beziehungen, insbesondere bei Mutter-Kind, auch wenn das Kind schon lange erwachsen ist.

Ob Verschmelzung bei dir am Wirken ist merkst du daran, ob es jemanden gibt in deinem Leben, von dessen Verhalten du abhängig bist bzw. davon, wie es ihm geht.

Ich war jahrelang in Verschmelzung mit meinem Sohn. Immer dann, wenn er ein Problem hatte, ging es mir schlecht. Hatte er scheinbar Erfolg, schien ich glücklich zu sein.

Der EGO-Verstand "verkauft" mir auch die Energie der Verschmelzung wieder als "Liebe". Die Botschaft: "Ich liebe dich so sehr, dass ich für dich leide..."

Genau das ist der Angriff. Ich "sage": "Du bist Schuld, dass es mir schlecht geht. Erst wenn du wieder "ok" bist (aus meiner Sicht "OK" bist), kann es auch mir wieder besser gehen." 

Mit dem anderen zu leiden ist keine Unterstützung. Was hier passiert ist, dass ich energetisch noch zur Last für den anderen werde, weil ich mich durch mein mitleiden an ihn dran hänge.

Vielleicht erinnerst du dich an Unschuld und Gutmensch. Unschuld ist schon schwach und Gutmensch bewirkt mit seinem Verhalten, dass Unschuld noch schwächer wird. Hier ist das genau so. 

Was der "Schuldvorwurf" tatsächlich zeigt ist, dass ich Schuldgefühle habe, die durch das "Leid" des anderen bei mir angetriggert werden. Das heißt, ich fühle mich schuldig, ich fühle mich als Versager, glaube, dass ich etwas nicht gut genug gemacht habe... Ich versuche an dem anderen "Schuld" abzutragen (wieder gut zu machen).

Jede Beziehung, die ich führe beruht auf meiner Beziehung zu meinen Eltern. Dies kann nicht anders sein. Die Beziehung zu meiner Mutter, zu meinem Vater sind die ersten Beziehungen, die ich eingehe. Diese sind die Basis, das Fundament jeder weiteren Beziehung. Nur wenn dieses Fundament "Frieden" ist, kann ich darauf Frieden aufbauen. Ist dieses Fundament "Unfrieden" (Vorwürfe, Beschwerden) wird sich dieser Unfrieden in all meinen nachfolgenden Beziehungen (nicht nur in der Lebenspartnerschaft) zeigen, solange, bis all das geheilt ist...

Je mehr du glaubst, dass du die besten Eltern der Welt hast und die Dankbarkeit und Liebe dafür fühlen kannst, umso mehr kommst du in den Frieden in dieser Beziehung. Solange du glaubst, dass sie dir nicht genug gaben (egal ob einer oder beide), etwas hätten besser machen können steckst du in Schuldvorwürfen und Unfrieden fest. Dieser wird in jeder weiteren Beziehung zum Ausdruck kommen. Die Dynamiken von Schuldvorwürfen ist, dass diese kommuniziert und projeziert werden. Das ist so, weil Schuldgefühle "Schmerz" zum Ausdruck bringen. Die Dynamik von Schmerz ist Heilung. Damit Unheil heil werden kann, muss dieses sich "zeigen", offensichtlich werden.

Gestern Abend erzählte mir mein Lebensgefährte, dass er sich einen Beitrag angehört hatte, in welchem von folgender Beobachtung berichtet wurde:

Auf einem Dachboden hatte sich ein Vogelpärchen eingenistet. Während das Weibchen den Nachwuchs ausbrütete sorgte das Männchen für Nahrung. Als der Nachwuchs geschlüpft war, wechselten sich Männchen und Weibchen mit der Nahrungsbeschaffung ab. Als das Vogeljunge kräftig genug war flog es davon.
[15:38, 4.4.2018] +49 172 1331253: Flog es davon, weil es nicht genug von seinen Eltern bekommen hatte oder konnte es davon fliegen, weil die Eltern einfach ihren "Job" gemacht hatten, so gut sie konnten?

Was wäre gewesen, wenn die Eltern nicht genug Nahrung gefunden oder auf ihrer Jagd selbst zur Beute geworden wären und das Junge verhungert wäre? Wären es dann "schlechte" Eltern?

Was dieses Jungtier mit auf seine Reise nehmen wird ist seine Erfahrung, wie mit ihm als Nachwuchs umgegangen wurde. Diese Erfahrung wird es an seinen Nachwuchs weiter geben.

Genauso ist es auch bei uns Menschen. Wir geben unsere Erfahrungen weiter. Es ist ein universelles Gesetz, welches besagt, dass ich nur das Lehren kann, was ich gelernt habe. Ich kann nichts lehren, was meinen Überzeugungen, meinen Einstellungen, meinen Erfahrungen widerspricht. Ich kann Worte benutzen, die etwas anderes "erzählen" doch Worte sind das Kommunikationsmittel, welches die geringste Überzeugungskraft hat. Vielleicht kennst du das Sprichwort: "Deine Worte hör ich wohl allein mir fehlt der Glaube." Das liegt daran, dass unsere Gefühle und unsere Erfahrungen eine viel enormere Überzeugungskraft haben. 

Meine Erfahrungen und Gefühle sind ein Teil von mir. Diese werden immer mit kommuniziert, ob bewusst oder unbewusst, unterdrückt oder offen. Es ist nicht möglich, diese "außen vor" zu lassen.

Ich kann also nur meine Erfahrungen, Überzeugungen, Einstellungen weitergeben. Bin ich der Überzeugung, dass mit mir als "Nachwuchs" unliebsam umgegangen wurde, werde ich diese Erfahrung an meinen "Nachwuchs" weiter geben. Ich werde nicht auf die Art und Weise unliebsam sein, wie ich glaube, dass es meine Eltern waren. Nein! Meine Kinder werden Unliebsamkeit in anderen Verhaltensweisen übermittelt bekommen, in Verhaltensweisen, in denen ich niemals Unliebsamkeit erkannt hätte oder diese Erfahrung übermitteln wollte. 

Gerade in den Einzelcoachings, wenn ich mit den Teilnehmern in ihre Beziehungen reinfühle zeigt sich diese Dynamik sehr oft.

Was ich hier immer wieder bemerke ist, was für ein "Hype" aus der Eltern-Kind-Beziehung gemacht wird, was da alles hinein interpretiert wird und welche Anforderungen und Erwartungen gestellt werden. Es wird eine "Riesensache" daraus gemacht, obwohl es gar keine "große Sache" ist. Kein "Wunder" dass auch die Versagensangst groß ist.

In manchen Coachings zeigt sich in familiären Beziehungen die Energie von "Sklaverei". Eltern werden zu den Sklaven ihrer Kinder: "Ich bin dein Kind! Du hast mich auf die Welt gebracht! Jetzt hast du mir alles zu geben!" Oder auch umgekehrt, Kinder werden zu den Sklaven ihrer Eltern: "Weil ich dir alles gegeben habe, solltest du mir dankbar sein!" oder "Ich muss eine gute Mutter/ein für Vater sein! Was sollen die anderen von mir denken! Du tust, was ich sage!"

In all dem ist keine Freiheit! In all dem ist Verschmelzung.

Dass, was Heilung bringt ist, dass wir Erfahrungen korrigieren können. Mit jeder Erfahrung geht mindestens eine Entscheidung einher. Viele dieser Entscheidungen sind uns nicht bewusst und dennoch wirken diese.

Entscheidungen, die ich aus Angst getroffen habe sind es, die mich irgendwann behindern werden. 

An meine Erfahrungen kann ich mich erinnern, nicht an alle mit einem Mal doch wenn ich eine Erfahrung korrigiert (geheilt) habe, zeigt sich die nächste, die der Heilung bedarf.

Erfahrungen lassen sich korrigieren, indem ich neue Sichtweisen zulasse und hinterfrage, ob dass, was ich damals wahrgenommen zu haben scheinen auch wirklich wahr war.

Darin, Erfahrungen zu korrigieren, Irrtümer im Bewusstsein aufzuspüren und aufzulösen, liegt die Essenz meiner Coachingarbeit.

Eine Lösung für die Verschmelzung bietet uns das 4. powerful mind Erfolgsrinzip an: Das Prinzip der Freiheit anstatt zu urteilen und Recht haben zu wollen.

Lass deine Eltern, deinen Partner, deine Kinder frei. Sie gaben und geben dir, was ihnen möglich ist. Höre auf, all das, was du bekommst oder bekommen hast als nicht ausreichend zu bewerten. Diese Bewertung bewirkt, dass du auch das scheinbar wenige, was sie dir gaben noch nicht angenommen, in dein Herz reingelassen hast. Beginne JETZT damit. Mach dir bewusst, was dir an LIEBE gegeben wurde, so wenig es auch scheint, empfange es! Fange jetzt damit an! Was du damit bewirkst ist, dass du erlaubst, dass deine Eltern, dein Partner, deine Kinder dich lieben. Du erlaubst, dass das, was sie dir geben wollen ausreichend sein darf. Du erlaubst ihnen, dir zu geben und du erlaubst dir zu empfangen. Geben und empfangen sind EINS.

 

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