28.03.2018 Heilung (erfolgbringender Gedanke)

Auch unser EGO-Verstand bietet uns den Heilungsgedanken an. Seine Empfehlung: Angriff, negative Kritik. Sage dem anderen, was er "falsch" macht, was dir an ihm nicht gefällt, damit er sich bessert. Wenn er es nicht begreift, schimpfe mit ihm, beschwere dich, werde laut, "geh auf die Barrikaden"! Benutze "Handzeichen": zeige ihm "einen Vogel" oder, dass er bescheuert ist (bemerke dabei nicht, dass du auf dich selbst zeigst), haue so richtig schön auf ihn drauf, so gut du kannst! 

Vielleicht ist das für dich auch etwas zu grass dargestellt und Du bist eher der stille Typ, nutzt eher die passive Weise. Du denkst dir "deinen Teil", sprichst es nicht aus, tust so, als wäre es "nicht schlimm" oder "kein Problem" für dich. Du erträgst es, nimmst es hin. Die Energie von "Ich mach doch gar nichts. Ich hab doch gar nichts gesagt. Ich bin doch ganz ruhig oder lieb.", macht nicht wirklich einen Unterschied. Mitunter fühlt man sich hier sogar überlegen, weil man eben nicht offensichtlich aggressiv wird. Die Angriffsenergie bleibt die gleiche.

Wenn schimpfen nicht hilft folgt in der nächsten Stufe Bestrafung, meist durch Liebesentzug: dickschen, nicht mehr miteinander reden, Sexentzug beim Lebenspartner, bei Kindern Taschengeldentzug, Stubenarrest, Fernsehverbot oder eine andere Form von Freiheitseinschränkung. All das natürlich aus einer positiven Absicht heraus. 

Und wenn auch all das nicht hilft, fangen wir an über Trennung nachzudenken.

Soll das wirklich hilfreich sein und Heilung bringen?

Der EGO-Verstand redet uns ein, dass wir das tun, um uns zu schützen, uns abzugrenzen. Doch wie geht es mir wirklich dabei? Tut mir selbst dieses Verhalten wirklich "gut"? Ist das ein sorgsamer Umgang mit mir selbst?

Dieses Gedankenkonstrukt ist eine große Falle. In einem solchen "Raum" nehmen wir uns gefangen, haue ich auf den anderen und mich drauf und bekomme selbst "blaue Flecken", wenn nicht mein Körper dann zumindest meine Seele.

In einem solchen "Raum" sind keine Sicherheit, keine Freiheit, kein Vertrauen sondern Angst. Angst durch irgend ein Verhalten anzuecken. Hier begrenzen wir einander.

Nein! In einem solchen "Raum" ist Heilung nicht möglich. In einem solchen "Raum" können wir nur krank und schwach werden, selbst wenn wir gefühlt als "Gewinner" hervor gehen. Auch dann "lecken" wir erstmal unsere "Wunden" und müssen ausruhen um wieder zu Kräften zu kommen für den nächsten Kampf. Was für ein Leben! 

Heilung heißt wachsen. Heilung heißt reifen, heißt sich entfalten. Das kann ich nur in einem "Raum", in dem ich frei sein kann, in dem ich grenzenlos sein kann, der mir Sicherheit gibt, in dem ich vertrauen kann. Es braucht einen angriffsfreien "Raum". 

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass dies ein "Raum" ist, in dem ich mir alles gefallen lassen oder hinnehmen muss. Nein! Das, wodurch ein solcher "Raum" erschaffen wird ist eine wertschätzende, ebenbürtige Kommunikation. Eine solche Kommunikation bewertet nicht sondern sieht in allem eine mögliche Lösung für die Beziehung.

Nehmen wir ein Beispiel. Nehmen wir an in einer Partnerschaft kauft einer so ein, dass regelmäßig Lebensmittel bevor diese verzehrt werden über das Verfallsdatum kommen oder frische Produkte anfangen welk zu werden bevor diese zubereitet werden.

Dies ist nur eine "kleine" eigentlich unbedeutende Situation wenn man bedenkt, dass dafür Angriff gewählt wird anstatt LIEBE, doch sind es häufig gerade solche Situationen, an denen wir uns "hochschaukeln".

Der eine Partner (nennen wir ihn Unschuld) "sorgt" nun immer wieder für die oben beschriebene Situation. Dem anderen Partner (nennen wir ihn Gutmensch) gefällt das nicht. Gutmensch wird nun Unschuld darauf hinweisen, dass dieses Verhalten unsinnig ist. Unschuld wird das hören und auf der bewussten Ebene auch verstehen und sich bemühen, das zu verändern. Doch es gelingt ihm nicht. Im Gegenteil, je mehr er sich bemüht, um so häufiger kommen solche Situationen vor.

Gutmensch wird nun mehr und mehr darauf achten, um Unschuld zu unterstützen, sein Verhalten zu verändern. Beide sind nun in der Kontrolle gefangen. Unschuld kontrolliert sein Tun. Er will den Ansprüchen von Gutmensch  gerecht werden. Schließlich liebt er ihn ja. Gutmensch kontrolliert Unschuld. Gutmensch will, das Unschuld sich "verbessert". Schließlich liebt er ihn auch. 

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass Kontrolle Heilung bewirkt. Kontrolle ist ein unerlöster Ausdruck von LIEBE, eine unerlöste Form von Vertrauen. Vertrauen (LIEBE) wird geopfert. Kontrolle (Angst) wird gewählt. In einem "Raum", in welchem kein Vertrauen ist, ist Heilung nicht möglich. Ganz im Gegenteil, die Kontrolle wird bewirken, dass diese Situation immer häufiger auftritt bzw. bemerkt wird. Jedesmal wird sich Unschuld schuldiger und schuldiger fühlen. Energetisch wird er dadurch schon schwächer und schwächer, fühlt sich als Versager. Gutmensch ist mehr und mehr genervt davon, dass Unschuld sein "Problem" nicht in den "Griff" bekommt. Aus positiver Absicht heraus wird Gutmensch Unschuld nun mehr und mehr kritisieren, energischer werden (energetisch auf ihn drauf hauen). Seine Argumente werden immer heftiger: Geldverschwender, Umweltverschmutzung, Egoist...) Obwohl Unschuld energetisch schon "ganz klein" ist, wird er noch "kleiner" gemacht. Wie lange wird er das aushalten?

Es ist nicht so, dass Gutmensch Unschuld "runter machen" möchte, ganz im Gegenteil, er möchte ihm  helfen. Schließlich liebt er ihn. Doch ist dieser Umgang wirklich Liebe? Kann das wirklich Heilung bewirken?

Was hier passiert ist, dass wir einander nicht sehen. Das Bild auf unserer heutigen Karte zeigt sehr deutlich, dass dies die Voraussetzung dafür ist, dass Heilung geschehen kann. Einander zu sehen heißt, den anderen als liebevoll - als aus liebevoller Absicht heraus handelnd - zu sehen.

In der Situation, dass Unschuld Lebensmittel kauft, die in der Beziehung "welk" werden oder verderben wird ein Irrtum, ein Mißverständnis offensichtlich, eine Verwirrtheit des Geistes, eine nicht bewusste Einstellung, die auf einem unwahren Urteil beruht, welches jetzt auf dem Weg in Richtung erfolgreich und glücklich sein behindernd wirkt. Deshalb zeigt es sich jetzt. Diese Verwirrtheit ist bei beiden, weil beide in dieser Situation sind. Unschuld lebt dies für beide aus. In gewisser Weise ist eine solche Situation wie ein Symptom bei einer Krankheit. 

Das, was in unserem Beispiel Unschuld und Gutmensch machen ist, dass sie versuchen das Symptom zu beseitigen anstatt die Ursache zu klären.

Was bewirkt nun die Heilung? Der erste Schritt ist eine wertschätzende, ebenbürtige Kommunikation. Niemand ist schuld oder macht etwas falsch. In jeder Situation zeigt sich eine mögliche Lösung für die Beziehung. Niemand handelt aus Böswilligkeit. Indem ich dies erkenne kann ich die Lösung, die sich hier zeigt erstmal als Lösung anerkennen, akzeptieren. Im zweiten Schritt kann ich erkennen, dass diese Lösung sich verändern darf. Dies passiert, indem ich die Ursache heile anstatt das Symptom. Um sich der Ursache bewusst zu werden braucht es eine Kommunikation, in der beide bereit sind Verantwortung zu übernehmen und hinzuschauen, welcher Anteil eines Jeden dieses Symptom bewirkt. Hier zeigt sich, das auch Gutmensch einen Anteil daran hat, dass er in einer Beziehung lebt, in welcher immer wieder Lebensmittel im Kühlschrank landen, die vor dem Gebrauch oder Verzehr verderben. Indem beide bereit sind sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden, reichen sie einander die Hände, kommt Ebenbürtigkeit zum Ausdruck. In einer ebenbürtigen Kommunikation gehen wir wirklich sorgsam miteinander um. Es zeigen sich die Lösungen, welche für diese Beziehung wahr sind. Eine ebenbürtige Kommunikation ist sehr effektiv und zeitsparend. Es muss nicht unbedingt so sein, dass die Ursache ergründet werden muss. Es reicht die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und den Anteil, die Einstellung, welche durch die Auswirkung offensichtlich wird loszulassen. Angriff und Schuldzuweisung bewirken, dass ich meinen Partner "im Stich" lasse. Verantwortung bewirkt, dass ich mich mit meinem Partner verbinde. Verantwortung für meinen Anteil zu übernehmen ist mein "ja" zu meinem Partner, ist meine Verpflichtung, gemeinsam mit ihm dieses Thema und damit unsere Beziehung zu heilen.

 

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