07.03.2018 Wertschätzung (erfolgbringender Gedanke)

Wertschätzung ist ein großes, fast unerschöpfliches Thema. Jeder wünscht sie sich und doch ist hier oft Mangel.

Wenn sich ein Wert nicht genau bestimmen lässt, so wird dieser geschätzt. Ich selbst bin es, der allem um mich herum einen Wert gibt. Auch hier ist es so, dass ich den "Dingen" im Außen nur den Wert geben kann, den ich mir selber beimesse.

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass ich jemanden wertschätze, indem ich ihn bewundere, anhimmle, "zu ihm aufsehe". Hier erhöhe ich den anderen mir gegenüber. Das ist angriffig, vor allem mir selbst gegenüber. Der, den ich erhöhe kann sich dann so fühlen wie auf dem Bild der "Sucht" (05.03.)

Ist "Loben" Wertschätzung? Gerade Kinder versuchen wir durch Lob und Tadel zu beeinflussen, zu erziehen. Da liegt der Gedanke nahe, das Loben Wertschätzung sei. Loben ist weder gut noch schlecht. Wenn loben eine kontrollierende und manipulative Energie hat, liegt darin keine Wertschätzung. Ein Lob ist kontrollierend und manipulativ, wenn ich es aus Angst, Sorgen und Befürchtungen heraus ausspreche. "Ich muss loben" (obwohl ich im Stress bin), weil hier jemand scheinbar in die (für mich) richtige Richtung unterwegs ist und es gut wäre, wenn er in diese Richtung weiter geht. Manchmal wird loben auch zu einer Gewohnheit/zu einem Automatismus. Manchmal lobe ich auch, weil mir mein Verstand sagt, dass das jetzt dran ist, doch "eigentlich" bin ich genervt. Es kann sehr anstrengend sein, aus diesen Energien heraus zu loben. Was hier energetisch passiert ist, dass die Anstrengung gelobt wird, nicht das Ergebnis. Das Investment geht hier auf beiden Seiten in den Glauben: "Es muss anstrengend sein." "Ich muss streng sein zu mir und anderen, sonst wird das alles nichts." oder "Ich muss hart arbeiten." Hier geht Vertrauen in die Leichtigkeit verloren.

Ebenso verhält es sich mit "Danke sagen".

Wenn mich jemand angenehm überrascht und ich mich aus dem Herzen heraus, über ein Ergebnis, ein Geschenk freue und diese Freude über ein Lob oder über einen Dank zum Ausdruck bringe und damit meine Freude teile, dann ist das Wertschätzung. Der Unterschied hier ist, dass ich den anderen frei lasse. Es ist nicht wichtig, ob er das nochmal macht. Er kann diesen Weg weitergehen oder einen anderen wählen.

Wertschätzung geht nur aus der Ebenbürtigkeit heraus. Ebenbürtig kann ich nur sein, wenn ich jemandem Nahe bin. Vor kurzem hatten wir die Energie der "Toten Zone". Diese ist das letzte Stadium in der Machtkampfphase einer Beziehung. Doch gilt es hier die Angst vor Nähe zu überwinden, um in die Ebenbürtigkeit zu gelangen. 

Es sind meine Urteile und Glaubenssätze, die zu meinen Projektionen werden und die dafür sorgen, dass ich anderen bzw. andere mir nicht "zu nahe kommen". Dies alles gilt es zu überwinden, um Wertschätzung zu erfahren, geben sowie empfangen zu können. Oft sind es meine Projektionen die mich davon abhalten, in dem, was ein anderer tut zu sehen, dass darin Wertschätzung liegt. 

Vielleicht wird dir hier deutlich, wieso es nicht immer so einfach ist, Wertschätzung zu geben und wieso es Menschen gibt, die scheinbar keine Wertschätzung geben können. Wertschätzung ist eine Gabe, die weniger über das gesprochene Wort kommuniziert wird als vielmehr darüber, wie ich für den anderen empfinde, fühle, denn wir handeln, wie wir uns fühlen. 

Was auch nicht wirklich funktioniert ist, dass ich von jemandem Wertschätzung empfangen kann, den ich selbst nicht mag, verurteile. Das ist schwierig, weil die Dynamik von Urteilen oder auch Vorhaltungen. "Recht haben" ist. Würde ich in dem, was mir derjenige entgegen bringt Wertschätzung sehen, wäre dies ein Beweis dafür, dass ich mit meinen Überzeugungen auf ihn Unrecht haben könnte. Das ist für das EGO ein "No go". Wertschätzung beginnt nicht zu fließen, wenn der andere anfängt mir diese zu geben sondern in dem Moment, in dem ich bereit bin Unrecht zu haben, denn erst dann kann ich die Wertschätzung "sehen". Dies ist auch der Moment, in dem ich beginne Wertschätzung zu geben.

Dass In dem Wort Wertschätzung auch der Wortstamm "Schatz" steckt ist für mich ein Hinweis darauf, dass im Wert, also in meinem Wert der wahre Schatz verborgen ist. Das gefühlte Ausmaß an Glück, Erfolg und Erfüllung in meinem Leben entspricht nicht dem Wert, den ich habe, sondern dem, den ich mir selbst gebe.

Achte also auf deine Gedanken! Höre auf dich "runter" zu machen, dich anzutreiben. Fange an, mit den Augen der LIEBE auf dich zu schauen, dich für all das wertzuschätzen, was du heute vollbracht hast und dafür dankbar zu sein. Es gibt nichts, was wir alleine schaffen können. Es gibt immer jemanden, der uns unterstützt. Anstatt diese Unterstützung zu bewerten, wertschätze diese.

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