02.03.2018 Starrköpfigkeit (erfolgabwehrender Gedanke)

Hier wachsen mir energetisch Hörner und ich versuche "mit dem Kopf durch die Wand" zu gehen. Es gibt Menschen die sich auf solche Weise körperlich selbst verletzen, indem sie Wände, Tischplatten, Schranktüren benutzen, um mit ihrem Kopf dagegen zu schlagen. Starrköpfigkeit ist eine der Energien, die uns selbst oder auch andere in den Wahnsinn treiben können.

Auch wenn ich meinen Kopf nicht gegen etwas schlage, zeigt sich hierin das Ausmaß des Selbstangriffs. Ich schlage, mit meinen Gedanken, die ich denke und denen ich folge massivst auf mich (oder andere) ein. Diese Gedanken scheinen wie eingemeiselt oder eingebrannt zu sein. Ich kann ihnen scheinbar nicht entkommen. Diese Gedanken sind wie ein Tunnel. Es ist kaum möglich nach links oder rechts zu schauen, andere Gedanken zu denken.

Unter der Starrköpfigkeit liegen Sturheit Emotionen wie Hass, Wut, Groll, Rache, Ärger, auch der Gedanke etwas beweisen zu müssen. Es gibt jemanden, der mich genau in diesem Ausmaß (für mich so empfunden) körperlich oder seelisch verletzt hat. Mit meinen Emotionen habe ich mich gegen diesen gerichtet. Damit diese Emotionen bleiben und in Erfüllung gehen können, muss ich daran glauben, dass mein "Täter" Recht hat mit seinem Urteil über mich, welches er benutzte, um mich so zu behandeln. 

Das passiert nicht bewusst. Das Urteil des "Täters" ist meine Motivation für Wut, Hass, Groll, Rache usw. Das EGO redet mir hier ein, dass es die Art und Weise ist, wie ich behandelt wurde. Mit dieser bin ich  nicht einverstanden. Diese gibt mir das Recht starrköpfig zu sein. Hierin liegt der Irrtum. Das Urteil des Täters ist das Motiv für dessen Handeln und wird dadurch zum Motiv für meine Starrköpfigkeit. Über dieses Urteil bin ich nun mit dem Täter verbunden (unwahre Verbundenheit = Fusion). Energetisch stimme ich so dem Täter zu, dass er mit seinem Urteil Recht hat und damit berechtigt war, mich (und ggf. auch andere) so zu behandeln. Dies wiederum bewirkt, dass ich später selbst mit anderen - über die ich so urteile wie mein Täter damals über mich - genau so umgehe. Dies passiert zumeist in einer etwas abgewandelten Form, damit es nicht auffällt, doch der Schmerz, den ich verursache oder auslöse wird der gleiche sein. Durch die Starrköpfigkeit wird also meine Fusion zum Täter offensichtlich, unabhängig davon, ob er noch in meinem Umfeld ist oder nicht. Vielleicht wünsche ich ihm "die Pest an den Hals" oder etwas ähnliches. Durch die Fusion bin ich an den Täter gefesselt, das was ich ihm wünsche, wird auch an mir in Erfüllung gehen.

Um aus der Fusion mit ihm rauszukommen bin ich aufgefordert, ihn loszulassen. Das, was uns verbindet ist das gemeinsame Urteil, hier stimme ich ihm zu, mache ich mit ihm gemeinsame Sache. Doch diese Verbundenheit ist unwahr. Dies wird durch die "unwahren" Emotionen und die Starrköpfigkeit offensichtlich. Ich bin ich also aufgefordert, das gemeinsame Urteil aufzugeben und damit auch meinen Hass, meine Wut usw. Ein Zusammenhang will ich hier noch deutlich machen. Ich kann nur wählen zwischen Angst und LIEBE. Etwas neutrales gibt es nicht. Entscheide ich mich dafür, aus der Fusion zum Täter auszusteigen,. entscheide ich mich auch ihm gegenüber für die LIEBE. Ich habe nur diese zwei Alternativen. Doch was will ich? An meinem Täter gefesselt oder frei sein?

Das Urteil des Täters ist nicht die Wahrheit und schon gar nicht die Wahrheit über mich. Er hat nicht mich gesehen, sondern sein Urteil auf mich projeziert. Er hat nicht auf mich reagiert sondern auf etwas, wovor er Angst hatte. Das macht es vielleicht nicht besser, doch es hilft mir zu verstehen, zu akzeptieren, zu vergeben und loszulassen. Aus Sicht des Täters hatte sein Verhalten nichts mit mir sondern mit seinen Erfahrungen, seiner Vergangenheit zu tun.
An diesem Zusammenhang wird auch deutlich, wieso Rebellion und Widerstand nicht zur Lösung führen. Ich kann nur gegen das rebellieren, an was ich glaube. Rebellion und Widerstand geben dem, wogegen diese gerichtet sind die "Daseinsberechtigung". Auch wenn ich auf der contra-Seite stehe mache ich mit der pro-Seite 'gemeinsame Sache". Das Investment, die Energie geht in das selbe.


Da ich das Urteil meines Täters über mich glaube, erfahre ich heute Situationen, die mir meine Unzulänglichkeit (in welcher Ausdrucksform auch immer) bestätigen. Dem eigentlichen "Täter" bin ich "entkommen", d.h. dieser, auch wenn er noch in meinem Umfeld ist, macht das heute scheinbar nicht mehr mit mir. Durch meine Starrköpfigkeit gehe ich heute selbst auf diese Weise mit mir um oder es gibt andere, die so mit mir umgehen. Das kann heute eine andere Art und Weise sein als damals, doch der Schmerz, den sie in mir auslösen ist der selbe.

Allein aus dieser Starrköpfigkeit raus zu kommen kann schwierig sein und sehr lange dauern. Was hilft ist, Unterstützung, Zuwendung von anderen anzunehmen, sich trösten zu lassen oder sich darüber bewusst zu sein, dass es mindestens einen in meinem näheren Umfeld gibt, dem es noch "schlechter" geht als mir und dem ich helfen kann.

Durch diese Zuwendung kann LIEBE fließen und die Angriffsgedanken können sich auflösen. Um den Schmerz nachhaltig zu heilen, also so, dass sich diese Erfahrungen nicht mehr wiederholen bin ich aufgefordert Verantwortung zu übernehmen. Was war damals bei mir und meinem "Täter" los? Vergebung bewirkt, dass ich "Täter" und Erfahrung loslassen kann und aufhöre daran zu glauben, dass der Täter mit seinem Urteil über mich Recht hat.

Verantwortung bewirkt, dass ich die LIEBE zu mir wichtiger nehme als meinen Schmerz. Vergebung bewirkt dass ich selbst befreit, erlöst werde von diesem.

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