16.02.2018 Aufopferung

"Ich lege dir mein Herz zu Füßen.", ist der erste Gedanke, der mir gekommen ist, als ich das Bild betrachtete. Dies ist eine unterwürfige Energie, die mich zum Sklaven macht. "Tu mit mir, was du willst, ich tu alles für dich!". Dies ist keine Liebe, weil ich mich hier "ausliefere" anstatt die Verantwortung zu übernehmen. Ich mache mich abhängig, heißt energetisch, "hänge" ich mich an jemanden dran. Damit nehme ich diesen und mich selbst gefangen. Darin liegen Angriff und Selbstangriff. Fühl Mal rein, wie es sich für dich anfühlt, wenn sich an dich jemand dran hängt und was das mit dir macht. Es ist anstrengend, wir werden schwächer und schwächer und schwächer. Deshalb wird derjenige, für den ich mich aufopfere mir niemals Dankbarkeit erweisen sondern immer wieder rebellieren, "grantig" oder undankbar zu mir sein.

Mit der Geschichte der Aufopferung habe ich mein Leben aufgegeben. Ich glaube, dass das Leben eine Last ist und dass mir Lasten auferlegt werden. Da ich nicht dazu geschaffen bin, Lasten zu tragen, komme ich auf die Idee, mir Rollen zuzulegen, die mich stark erscheinen lassen sollen.

Auch unter der Aufopferung liegt eine positive Absicht, andere und mich selbst vor Gefahren, Mißerfolg, Krankheit zu beschützen. Doch das kann ich nur durch LIEBE, durch Vertrauen. Tue ich das nicht, falle ich in Angst, in sorgenvolle Gedanken und Gedankenketten. Aus diesen heraus agiere und reagiere ich. Ich agiere und reagiere mit Verteidigung. Darin verbirgt sich die Aufopferung. Verteidigung ist eine Form von Angriff und Selbstangriff. Dabei sind es die sorgenvollen Gedankenkonstrukte, die die Gefahren denken und damit in diese investieren, diese "herauf beschwören". Durch Aufopferung kontrolliere ich, dass diese "da bleiben". Denn würden diese wegfallen, wäre der Grund für die Aufopferung nicht mehr da. Aufopferung bewirkt also, dass ich in das investiere, wovor ich Angst habe, mich und andere beschützen will. Aufopferung bewirkt, dass ich in etwas investiere, was NICHT in meinem Leben sein soll.

Die Geschichte der Aufopferung geht auch auf kollektive Themen zurück. Es ist die Geschichte des Märtyrers, die Idee der Kirche, die mir erzählt, dass Gott Opfer verlangt, dass wir uns dabei unterstützen sollen, unsere Lasten gemeinsam zu tragen, anstatt uns von diesen zu befreien.

Mit der Aufopferung investiere ich in Leblosigkeit, in Totheit. In meiner Beziehung sehe ich die Erfolglosigkeit, die Lebensunlust, Krankheit, nicht das, was an Erfolg und Lebensfreude da ist. Ich investiere in das, was ich wahrnehme, heißt, meine Aufopferung bewirkt, dass die Beziehung noch erfolgloser, noch lebensunlustiger, noch kränker wird. Aufopferung bewirkt nicht (wie das Dienen) andere Personen zu befähigen oder zu ermächtigen ihre Angelegenheiten erfolgreich selbst zu erledigen. Durch Aufopferung kümmere ich mich in einer Art und Weise um die Angelegenheiten anderer die bewirkt, dass ich denjenigen noch elendiger zurücklasse als ich ihn vorgefunden habe. Dies nehme ich vor allem unbewusst wahr. Das wieder sorgt für Schuld- und Versagensgefühle und daheraus erneut für Aufopferung. Da ich nicht gleichzeitig in Erfolg und Erfolglosigkeit investieren kann zeigt sich hier auch, wieso ich mein Leben aufgegeben habe. Aufopferung bewirkt, dass ich Erfolglosigkeit, Lebensunlust, Krankheit auch in mein Leben ziehe. Wenn ich "Glück" habe, wird es irgendwann jemanden in meinem Leben geben, der sich für mich aufopfert und damit ebenfalls wieder in meine Erfolglosigkeit usw. investiert.

Es ist ziemlich krass Aufopferung aus dieser Sicht zu betrachten. Vielleicht hilft dir diese Sichtweise noch einmal mehr, deine Geschichten von Aufopferung aufzugeben  insbesondere dann, wenn du bemerkst, dass es dir Nahe stehende Personen sind, wie Partner, Kinder, Eltern oder auch die Firma ist, für die du dich aufopferst, also Menschen, von denen du möchtest, dass sie leben, glücklich und erfolgreich sind. Diene ihnen, damit sie dir dienen können. Dienen bewirkt, dass wir uns gemeinsam für unseren Erfolg, unsere Lebensfreude engagieren und diese verstärken.

Was Aufopferung heilt sind loslassen und vertrauen. Wovon Aufopferung mich abhält ist die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen, MEIN LEBEN zu leben. Anstatt dass ich mein Leben lebe, lebe ich das Leben eines Gefangenen. Das ist nicht, was ich bin. Ich bin frei!

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